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                                                         Youtube: SRT in der NDR Sendung 'Visite'

 

 

 

 

Die Stochastische Resonanz-Therapie

 

Ein Expertenteam an der Universität Frankfurt hat ein Trainingsgerät entwickelt, dass durch variable Vibrationsreize das Zusammenspiel von Gehirn und Muskulatur trainiert und so Bewegungskoordination und Reflexe verbessert.

Mittlerweile wird die Trainingsmethode auch zur Therapie von neurologischen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Parkinson oder Multipler Sklerose erfolgreich angewendet.

Bewegungen werden flüssiger und sicherer, so dass sich Stolper- und Fallraten der Patienten deutlich verringern.

Wir möchten Sie im Folgenden über die Wirkungsweise und Anwendungsbiete der SRT informieren

 

 

 

Wie funktioniert die Stochastische Resonanz-Therapie


Die SRT baut auf einer der wichtigsten Funktionen des menschlichen Nervensystems auf: Durch zahlreiche Rezeptoren (Sensoren) in der Muskulatur, den Sehnen, der Haut, den Gelenken usw., ist der Mensch in der Lage festzustellen, in welcher Position sich sein Körper oder einzelne Teile seines Körpers befinden. 

Melden die Rezeptoren immer das Gleiche, beispielsweise wenn sich der Körper gar nicht oder nur gleichförmig bewegt, werden diese Meldungen für das Gehirn uninteressant.

Werden allerdings ständig wechselnde, neue Meldungen erzeugt, wird das Gehirn aktiviert.

Gleichzeitig wird es trainiert, diese neuen Informationen schnellstmöglich zu verarbeiten.

Je besser dies funktioniert, desto besser kann auch die Muskulatur durch das Gehirn gesteuert werden.

Wenn man kein Muskeltraining macht, bzw. sich zu wenig bewegt,
bildet sich die Muskulatur zurück, ähnliches passiert auch im Nervensystem.

Werden Nervenzellen nicht laufend aktiviert, nimmt der Informationsfluss ab.

Mit der Stochastischen Resonanz Therapie kann man dagegen wirken.

 

 


Was passiert während einer Stochastischen Resonanz-Therapie

 

Die Stochastische Resonanz-Therapie wird mit einem speziell entwickelten Gerät durchgeführt auf dessen beiden Fußplatten der Patient steht.

Diese Fußplatten bewegen sich mehrdimensional und mit einer Grundfrequenz zwischen vier und acht Hertz, und führen zu einer ständigen Destabilisierung des Gleichgewichts.

Um eine schnellere Wahrnehmung des Signals zu erreichen, wird die Grundfrequenz von zufälligen (stochastischen) Störfaktoren unterbrochen.

Eine übliche Trainingseinheit dauert lediglich fünfmal eine Minute, denn mit diesen kurzen Zeitspannen wird vermieden, dass es zu Ermüdungsreaktionen im Nervensystem kommt.

 

 

 

Wie wirkt die Stochastische Resonanz-Therapie


Die Vibrationsreize bewirken im Körper kurzfristig relativ starke muskuläre und neuronale Aktivitäten.

Es kommt zu einem besseren Gleichgewicht und einer verbesserten Gehfähigkeit durch die erhöhte Koordinationsfähigkeit.

Die Basis dafür bilden längerfristige Anpassungen, nämlich Umbauprozesse im
Nervensystem, die durch den stochastischen Resonanzreiz ausgelöst werden.


In der Folge kommt es zu:

 

  • Verbesserung des motorische Lernens durch Optimierung
    der Informationsselektion im Gehirn und Freisetzung von
    Neurotransmittern (z.B. Dopamin)
  • Verbesserung der Funktionsweise und des Wachstums
    neuronaler Zellverbände und Schutz der Nervenzellen
  • Verbesserung der Aktivierung von Hirnarealen
  • Verbesserung der Gehfähigkeit und der Gleichgewichtsregulation
    durch optimierte Wahrnehmung und Reflexsteuerung
  • Verbesserung des Knochenstoffwechsel und Erhöhung der
    Knochenfestigkeit

 

 

 

 
Beispielhafte Anwendung und Effekte:

SRT-Effekte bei Schmerz
SRT-Effekte bei orthop. Läsionen
• Deutliche Schmerzreduktion
• Verbesserung der Körperwahrnehmung
• Generierung unwillkürlicher musk. Aktivierungen
• Optimierung des unbewussten Zusammenspiels versch. Muskelgruppen
• Vermeidung von Folgeschäden (Schonhaltungen)
• Verbesserung der Gleichgewichtsregulation
• Schnellere muskuläre Aktivierbarkeit
• Verbesserte Verarbeitung der sensorischen Signale
• Erhöhung des willkürlichen Aktionspotentials
• Erhöhung der Bewegungssicherheit
• Verbesserung des Gangmusters

 

SRT-Effekte bei Inkontinenz
SRT-Effekte bei Ataxie
• Sensorreizung im Beckenboden
• Verbesserung der motorischen Sensivität
• Verbesserung der Aktivierbarkeit multipler Beckenbodenmuskeln
• Verbesserte Harnkontrolle
• Erhöhung der Lebensqualität
• Verbesserung der Gleichgewichtsreaktion
• Verbesserung der sensorischen Signalverarbeitung
• Verbesserung der Bewegungsunsicherheit
• Erhöhung des willkürlichen Aktivierungspotentials
• Verbesserung des Gangmusters

 

SRT-Effekte bei M. Parkinson
SRT-Effekte bei Paresen
• Reduktion des Rigors
• Reduktion des Tremors
• Massive Verbesserung der Bewegungssicherheit
• Erhöhung der Lebensqualität
• Verbesserung von Gang und Gleichgewicht
• Reduktion von Brady-/Akinese
• Erhöhung des willkürlichen muskulären Aktivierungspotentials
• Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung
• Generierung unwillkürlicher musk. Aktivierungen
• Wiederherstellung und Verbesserung Gehfähigkeit und des Gleichgewichts
• Förderung der Reorganisation nervaler Zellverbände
• Neuroprotektion

 

SRT-Effekte bei Depression
SRT-Effekte bei Osteoporose
• Verbesserung der Motivation, der Körperwahrnehmung und der Bewegungssicherheit
• Verbesserung von Gang und Gleichgewicht
• Optimierung des Zusammenspiels kortikaler Regelmechanismen und Bewertungssysteme
• Durchbrechung der psychomotorischen Abwärtsspirale
• Massive Erhöhung des Knochenstoffwechsels und der Festigkeit
• Erhöhung der Bewegungssicherheit
• Reduktion des Sturzrisikos
• Reflexauslösung durch neuromuskuläre Reizung
• Verbesserung des Gangmusters
• Verringerung des Frakturrisikos

 

SRT-Effekte bei MS/ALS
SRT-Effekte bei Neuropathie
• Verbesserung des Gleichgewichts
• Verbesserung der Reflexsteuerung
• Verbesserung der Gehfähigkeit
• Sturzprophylaxe
• Neuroprotektion
• Verbesserte Funktionalität nervaler Zellverbände
• Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung
• Verbesserung der Reflexsteuerung
• Verbesserung des Gleichgewichts
• Wiederherstellung der Gehfähigkeit
• Sturzprophylaxe

 

SRT-Effekte bei spin. Läsionen
SRT-Effekte bei Sturzprävention
• Wiederherstellung des freien Stehens
• Verbesserung des Gleichgewichts
• Wiederherstellung und Verbesserung der Gehfähigkeit
• Reduktion von Spastiken
• Aufrechterhaltung neuronaler Grundfunktionen
• Vermeidung von Folgeerkrankungen (Atrophien und Osteoporose)
• Verbesserung der Herz-Kreislauf-Situation
• Verbesserung der sensorischen Signalverarbeitung
• Erhöhung der Bewegungssicherheit
• Verbesserung der Gleichgewichtsregulation und des Gangmusters
• Erhöhung des willkürlichen Aktivierungspotentials

 

 

 

 

Studien über die Wirksamkeit des Zeptoring SRT

 

Uni-Klinik Bonn

Validierung der Therapieeffekte einer SR-Therapie bei einem idiopathischen Parkinson Syndroms

 

Prof. Dr. Ullrich Wüllner, Neurologische Klinik der Universität Bonn

Whole body vibration induces basal ganglia activation in young healthy individuals

und

Stochastic resonance therapy in Parkinson’s disease

 

Prof. Berthold Kepplinger, Karl Landsteiner Research Institute for Pain Treatment and Neurorehabilitation

Stochastic Resonance Activity Influences Serum Tryptophan Metabolism in Healthy Human Subjects

 

Prof. Shigeo M. Tanaka, Department of Orthopedic Surgery, Indiana University School of Medicine

Stochastic resonance in osteogenic response to mechanical loading